Löwenmädchen
Der Kampf gegen das Osteosarkom

Diagnose die zweite

So beschlossen wir nach dem MRT auf den Spielplatz zu gehen und den Tag ruhig weiter zu führen, keinen Stress zu machen, Schule ist heute zweitrangig.

Wir lachten wir tobten wir sprangen wir rannten wir fielen, wir hatten einfach Spass.
Ole und Mia die Geschwister von Lara, holten wir dann auch ab und nahmen sie mit auf den Spielplatz!

Diese schwarze Matte, auf der einen Seite hüpft man, auf der andern Seite fliegt man hoch in die Luft.
Lara flog wie eine große, sie schrie vor Glück.
Ich spürte die Schmetterlinge in ihrem Bauch....

Der Tag verging der Abend nahte, wir schrieben den 21.März 2011 
Es ist  18.00 Uhr der Anrufbeantworter blinkt viele Nachrichten sind auf ihm.
Das erste mal ziehe ich mich nicht zuerst aus,sondern mache den AB an.
Mein Haus Ortophäde  ist dran und bittet mich, um dringlichsten Rückruf.
Frau W. bitte rufen Sie mich ganz ganz dringend zurück klint die zweite Nachricht,
Frau W. Ich will ja keinen Stress machen, doch ich brauche ihren Rückruf, bitte melden Sie sich.dritte Nachricht
Frau W. Bitte melden Sie sich vierte Nachricht

Mein Herz, unbeschreiblich, nun war klar hier ist irgendwas ganz und garnicht in Ordnung.
Ich habe die Sonderrufnummer bekommen und wähle diese nun.
Dr. Buske meldet sich und ist hörbar erleichtert, um meinen Rückruf.

Frau W. es tut mir Leid Ihnen mitteilen zu müßen,dass Ihre Tochter einen Tumor im Bein hat.
Es ist nicht ganz klar,ob es ein Ewing oder ein Osteosarkom ist.
Ich habe Ihnen für morgen einen Termin in der Tumorsprechstunde im Rudolf-Virchow gemacht.
Ich bitte Sie,da hin zu gehen.
Ich weinte,ich schrie, ich schrie ihn an, er soll aufhören einen solchen Schwachsinn zu erzählen.
Viel mehr weiß ich von diesem Abend nicht mehr.

Lara kam zu mir und fragte mich was los sei und warum ich so weine und schreie.
Ja was erklärt man seiner Tochter die Krebs hat?
Die Wahrheit, das einzig richtige, ich erzählte ihr die Wahrheit!

Wie sie es aufnahm,weiß ich nicht mehr, scheinbar aber soweit klar, dass sie schlafen konnte und ich vollkommen zusammenbrach!

22.03.2011 
Wir fahren also in die Tumorsprechstunde zu Dr.Melcher ins Virchow Klinikum
Es werden nochmal untersuchungen angesetzt und ein ausführliches Gespräch mit dem Chirurgen soll stattfinden.

Dieser begrüßt mich locker flockig mit der Ansage:
Machen Sie sich mal nicht solch großen Sorgen, wir haben heut zu Tage unglaublich gute Prothesen!!!!

Wie Prothesen?
Ich bin noch nicht einmal fertig mit dem Gedanken, dass meine Tochter Krebs haben soll, und Sie erzählen mir was von Prothesen?
Versteinert und vollkommen in meinen Tränen gefangen kann ich nicht verstehen was mir da gesagt wird.
Mein Kind hat Krebs, mein Kind wird sterben, mein Kind ist in Gedanken schon im Sarg und ich frage mich, wie ich diese schrecklichen Bilder loswerden soll!?!

Mein Kind wird sterben.....

Die Frau Doctor klärte uns dann nochmal über alles auf und veranlasste die Aufnahme am nächsten Tag.
Mein 1 Jähriger Sohn gerade am 14.3 ein Jahr geworden,muss mit aufgenommen werden,wie soll das sonst gehen,ich stille ihn doch noch...
Wenn auch nur Abends,aber dass kann ich ihm jetzt nicht einfach so nehmen.
Meine Mia was mache ich mit meiner Mia?
Wo kann sie hin,wer kann auf sie aufpassen, wie soll all das überhaupt gehen?
Mein Kind wird sterben,sie hat Krebs und ich habe nichts in der Hand um ihr zu Helfen....

Sie hat Krebs!!!!!!!!!